27. April 2026 im Gemeindeamt Eberau

Alle Projektergebnisse, Präsentationen und weiterführenden Materialien stehen auf der Projektseite zur Verfügung:
https://interreg-danube.eu/projects/rurall/library
27. April 2026 im Gemeindeamt Eberau

Alle Projektergebnisse, Präsentationen und weiterführenden Materialien stehen auf der Projektseite zur Verfügung:
https://interreg-danube.eu/projects/rurall/library

Am ersten Oktoberwochenende übernachteten die Kinder des ehemaligen Schullehrers Georg Ratz – Anneliese, Regina und Georg – erstmals seit über fünf Jahrzehnten wieder in der alten Volksschule in Gaas. Nachdem Anneliese Steiner erfahren hatte, dass das Gebäude nach rund 50 Jahren Leerstand revitalisiert wird, buchte sie gemeinsam mit ihren Geschwistern die Ferienwohnung im früheren Kindergarten des Hauses. Der Aufenthalt bot Gelegenheit, Erinnerungen an die gemeinsame Zeit im Schulhaus aufleben zu lassen.
Die Lehrerfamilie zog 1960 in das Schulgebäude ein, nachdem Georg Ratz im Alter von 26 Jahren die Lehrerstelle in Gaas übernommen hatte. Die Familie bewohnte die Lehrerwohnung neun Jahre lang. Diese bestand aus einer kleinen Küche, dem Schlafzimmer der Eltern, einem Wohnzimmer und einem Kinderzimmer. Zu Beginn gab es kein fließendes Wasser, und die Toilette befand sich in einem einfachen Holzverschlag im Außenbereich. Erst 1964 wurden im Haus Waschgelegenheiten und Toiletten installiert. Geheizt wurde in der Küche sowie mit einem Sägespäneofen im Kinderzimmer.
Georg Ratz war in Personalunion Lehrer, Schulleiter und Direktor. Darüber hinaus war er Kantor und Organist in der Anna-Kirche sowie in Maria Weinberg und wirkte an sämtlichen kirchlichen und örtlichen Feierlichkeiten mit. Gemeinsam mit Prälat Herczeg gestaltete er Gottesdienste, Hochzeiten, Begräbnisse und insbesondere den „Großfrauentag“ am 15. August. Im Unterricht betreute er in der sogenannten „großen Klasse“ durchschnittlich 40 Schülerinnen und Schüler der ersten bis achten Schulstufe im Abteilungsunterricht. Zudem leitete er einen Schulchor, der regelmäßig am Bezirksjugendsingen teilnahm.

Im Jahr 1970 wurde die Schule im Zuge der landesweiten Schulzusammenlegungen geschlossen. Die Kinder besuchten fortan die Volksschule in Eberau. Kurz darauf entfiel auch die Volksschul-Oberstufe, wodurch die Schülerinnen und Schüler ab dem zehnten Lebensjahr in die Hauptschule oder ins Gymnasium wechselten.
Im Frühjahr 2026 soll in der alten Volksschule in Gaas ein Museum für Nachhaltigkeit eröffnet werden. Aus diesem Anlass plant Anneliese Steiner, ein Klassentreffen zu organisieren.

Über diesen Besuch habe ich mich besonders gefreut! Sie und ihre Schwester waren die Töchter des Lehrers. Sie brachte 3 Klassenfotos mit und erklärte mir alles. Es fielen ihr viele lustige und berührende Geschichten ein. So kamen wir auf eine Idee, hier mal ein Klassentreffen zu veranstalten. Mehr in Kürze…

Nicht besonders eloquent?
Mit 17 Jahren wurde ich Bürogehilfe und mich mit 23 Jahren selbstständig.
Alles ging sehr schnell. Oft am Abgrund, manchmal einen Schritt weiter, oder im Erfolgstaumel.
Vieles schien gratis und war dennoch nicht kostenlos. Vieles war teuer aber leider schnell wertlos.
Es dauert lange bis man zu begreifen beginnt.
Alles ruft schon lange nach dem Einfachen, dem schier Wertlosen, ferner nach Tätigkeiten, die der Seele gut tun.
Warum ins Südburgenland?
Ich mag die burgenländische Mentalität, demnach auch die Menschen.
Ich durfte mit 12 Jahren ein Jahr im Burgenland leben und das war eines der schönsten Jahre in meinem damaligen Leben. Nicht zuletzt wegen der einladenden liebevollen Art der Burgenländer.
Gleich nachdem ich die alte Volksschule in Gaas kaufte, wusste ich, dass bis heute sich nichts geändert hat. Ich wurde nicht enttäuscht.



Das Geschwisterpaar Steiner waren die Töchter des ehemaligen Lehrers und seiner Gattin, welche in der Volksschule in Gaas bei Eberau im Erdgeschoss die Lehrerwohnung bewohnten.
Das muss so in den 60er Jahren gewesen sein, die letzten Jahre, wo die Volksschule noch in Betrieb war. Sie zeigte mir die Räume und auch dort wo sie zur Strafe stehen mussten, wenn sie schlimm waren.
Sie zeigen mir, wo früher die Nebengebäude war und das „Plumpsklo“ im Garten hinter dem Haus.
Frau Steiner freute sich sehr über die originalgetreue Vitalisierung des Gebäudes und mein Wirken. Sie versprach mir Fotos zu senden und ab und zu vorbeizuschauen.
Natürlich werden beide Mitglieder des Vereines und sind jederzeit willkommen.
By the way: Bitte senden Sie mir Geschichten, Bilder, Dokumente und Ihre E Mail Adresse, wenn Sie diese alte Volksschule in Gaas besucht haben und kommen Sie mich gerne besuchen!

Rose bei Terrasse der alten Volksschule in Gaas
Ich musste mein Lager in Wien jetzt schon räumen. Nun ist alles da. Leider sind die Räume durch die Rückschläge wie Einbruch und Wasserschaden nicht alle fertig. Nun habe ich alle Möbel in den Räumen gelagert, welche bereits sauber sind und müssen warten bis ein Zimmer nach dem anderen original getreu restauriert ist und dann wird eingeräumt.




Übrigens, ganz klein sieht man schon die Fliesen, welche in die Küche kommen. Ich denke es passt gut zur alten Regina Küche. Die macht noch viel Arbeit, da diese noch angepasst werden muss. Ferner werden die Kanten erneuert, Ladenführungen repariert und so manche Garniere ausgetauscht. Alles muss natürlich blitzsauber sein. Aber die alten Regina Fronten sind ein Traum: 50 Jahre alt und nach dem Reinigen wie neu!
Die Räume haben natürlich nicht die gleiche Funktion wie damals in der alten Volksschule in Gaas. Das Konferenzzimmer (denke ich) wird zur Küche und die Lehrerwohnung (denke ich) die Ferienwohnung. Bitte schreibt mir gerne, wenn Ihr mehr wisst!

Es sieht schlimmer aus als es ist. Wir haben die Balken begutachtet und einige sind intakt. Die morschen Balken haben wir ersetzt und den Boden wieder aufgebaut. Hier wird das WC im ersten Stock entstehen . Nun stellt sich die Frage: Lärchenboden oder Fliesenboden? Möchte mir wer einen Tipp geben? Ich würde mich freuen!
Überall, wo ich nur die Absicht geäußert habe, die alte Volksschule in Gaas zu erwerben, und ich bin sofort herzlich empfangen worden. Ich werde hier eine philosophische Sammlung, genannt „sammlunghirschfeld“ gründen. Ich werde zwar dort auch wohnen aber es sollen wieder alle davon was haben. Da ich mich die letzten 20 Jahre immer mehr mit Kunst und schönen Dingen beschäftigt habe und gerne male, musiziere und schreibe, sollte etwas für die Öffentlichkeit abfallen. Das schönste ist, dass ich das nicht kommerziell betreiben muss und werde. Die Idee, die alte Volksschule unter ein künstlerisches Motto zu stellen ist sofort von vielen begrüßt worden.
Fast täglich kommen Spaziergänger vom Dorf bei der alten Volksschule vorbei und erzählen schöne Geschichten über die Schule. „Mein Opa hat diese Blumen gepflanzt“, „Wir hatten hier Chorprobe“, „Mein Vater ging hier in den Kindergarten“. Alles schön zu hören und meine Wertschätzung steigt mit jeder Interessanten Aussage der Menschen rund um die alte Volksschule. Obwohl mein Vorhaben Kraft kostet und Willensstärke abfordert, Eure Reaktionen sind wie ein Motor, weiter zu machen.
Natürlich hat das Denkmalamt hat großen Einfluss, und genau diese Hilfe nahm ich gerne an. Ich wurde gut unterstützt. Frau Mag. Pötschner und Herr Mag. Adam haben mich auch gecoacht, die richtigen Materialien zu verwenden und die geeignetsten Handwerker zu finden. Das BDA bestärkte mich demnach noch mehr, Euch „Eure alte Volksschule“ zurück zu geben. Die netten Leute in Gaas zeigen offen ihre Erleichterung, weil genau das habe ich genau gebraucht, um weiterzumachen.
Mit meinem Verkäufer, Michael Keschl hat alles toll geklappt und die Raiffeisenbank Eberau – Güssing gab mir einen fairen Kredit, schnell und engagiert, wie selten in der Branche. Auch mit den Entscheidern der Gemeinde Eberau ist es eine Freude zusammenzuarbeiten. Faktisch haben doch alle an einem Strang gezogen.
Also weitermachen und ab und zu mit den Leuten aus Gaas plaudern. Bei der Gelegenheit also obendrein eine Bitte. Falls Euch mal was nicht so passt, bitte gleich direkt zu mir kommen oder ein Brieflein in meinen Postkasten werfen. Der Postkasten befindet sich im Fojer nach der Eingangstüre. Danke!
